Tipps für einen gesunden Selbstwert

12 Tipps: Erziehung für einen gesunden Selbstwert frei von Stereotypen

Überblick:
– Einführun
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– 12 Tipps
– Die ersten 6 Monate

Einführung

Die gezielte Förderung eines gesunden Selbstwertgefühls von Kindern ist eine zentrale Aufgaben von Eltern, Erziehern und unserer Gesellschaft und zudem ein wesentlicher Schritt zu einer nachhaltigen Gleichberechtigung und generell einer besseren, faireren und glücklicheren Gesellschaft. Solange unser eigener Selbstwert hoch ist, haben wir keinen internen Grund, andere Gruppen abzuwerten. Gleichzeitig lässt sich ein Kind mit gesundem Selbstbewusstsein weniger von negativen Einwirkungen beeinflussen. 

Warum ist diese Aufgabe schwer?

Wir sind uns größtenteils den Stereotypen, denen unsere Kinder ausgesetzt sind, gar nicht bewusst. Tatsächlich bemerken wir gar nicht, dass wir sie selbst entsprechend stereotypischer Erwartungshaltungen behandeln, da diese Prozesse völlig unbewusst ablaufen. Wir selbst sind unser Leben lang von Stereotypen umgeben gewesen und sehen sie gar nicht mehr.

Unser Unterbewusstsein hat sie aber die ganze Zeit fleißig aufgesaugt. Für den Großteil unseres Alltags schalten wir unser Gehirn auf Autopilot und lassen uns von unserem Unterbewusstsein leiten. Die menschliche kognitive Kapazität würde gar nicht ausreichen, um über jede Handlung bewusst nachzudenken. Das Gleiche gilt für unsere Erziehung. Über unsere unbewussten Annahmen, Tätigkeiten und Reflexe finden Stereotype ihren Weg in unsere Erziehung.

12 Tipps für einen gesunden Selbstwert frei von Stereotypen

Die folgenden 12 Tipps geben Dir Anreize und Ideen für konkrete Übungen, mit denen Du Deinem Kind dabei hilfst, einen gesunden Selbstwert, frei von Stereotypen, aufzubauen. Das Wissen dazu stammt aus unseren Inhaltsseiten zum Thema Selbstwert und Stereotype.

Tipp 1: Übe Selbstreflexion

Wenn wir ganz ehrlich sind, teils wissen wir es besser und machen trotzdem weiter. Warum? Einerseits haben wir selbst Stereotype verinnerlicht und unsere Selbstwert daraus aufgebaut. Unser Instinkt sagt uns, diese Stereotype am Leben zu erhalten und zu beschützen. Andererseits sind Stereotype feste Bestandteile des Selbstwertes anderer Eltern. Wenn sie sich eines besseren belehrt fühlen, befürchten wir starke, emotionale Reaktionen, um den eigenen Selbstwert zu schützen.

Dein Kind ist es Dir aber Wert, Deine gemütliche Welt zum Besseren wachzurütteln. Sei selbstkritisch und überprüfe permanent Deine eigene Motivation. Handelst Du aus Angst, Selbstschutz oder nach bestem Wissen und Gewissen?

Falls Du im Nachhinein mal feststellst, dass eine Regel Quatsch war oder vorurteilsvoll reagiert hast, sprich mit Deinem Kind darüber und entschuldige Dich gegebenenfalls. Erkläre ihm, warum Deine Reaktion falsch war und Du sie dennoch gezeigt hast. Diskutiert gemeinsam, was die bessere Vorgehensweise ist.

Warum?

  • Stereotype wirken wie Mauern in unseren Köpfen und einschränkend auf die Entwicklung unserer Kinder. Auch ohne, dass wir es bemerken, geben wir sie an unsere Kinder weiter und beeinflussen damit ihren Selbstwert sowie ihre Sicht auf andere. Wir können unser Verhalten bewusst hinterfragen und regulieren und die Mauern damit schrittweise abbauen.

Beispiel

  • “Für ein Mädchen kannst Du aber gut klettern!” meinen viele positiv. Tatsächlich ist die Botschaft aber, dass das Mädchen etwas macht, was gar nicht für sie vorgesehen ist, sondern Jungen vorbehalten ist. Es bewirkt eher ein unangenehmes Gefühl in ihr und wird ihre zukünftige Motivation zum klettern hemmen.
  • Falls Du etwas Ähnliches gesagt oder gehört hast, sprich mit Deinem Kind darüber. Kläre es auf, dass Kinder vor der Pubertät sich nicht im Muskelaufbau unterscheiden und in der körperlichen Leistung nur, wenn sie unterschiedliches Training erhalten.
  • Erkläre ihr/ ihm außerdem, dass die Vorstellungen anderer Menschen in DEREN Köpfen leben und nichts mit dem Kind zu tun haben.
  • Wirke der negativen Erfahrung entgegen und geht (in diesem Beispiel) gemeinsam Klettern. Lobe und betone die Kletterfähigkeit und Stärke Deiner Tochter.

2) Sei konsistent in Deiner Bewertung

Überlege Dir stichprobenartig im Alltag, ob Deine Beurteilung oder Dein Verhalten für jedes andere genauso ausgehen hätte. Gerade wenn Du sowohl eine Tochter als auch einen Sohn hast, stell Dir die gleiche Situation mit dem anderen Kind vor. Wenn Du bemerkst, dass Deine Handlungen und Gefühle anders gewesen wären, korrigiere sie bewusst. Sprich mit Deinem/r Partner/in über diese Momente, damit ihr idealerweise gemeinsam lernt und konsistent seid.

Warum?

  • Wenn Du darüber nachdenkst, warum Deine Beurteilung unterschiedlich aussieht, wirst Du zu einer Stereotyp-unabhängigeren Beurteilung gelangen.
  • Du näherst Dich nicht nur dem Ziel, Kinder anhand der gleichen Werte und Normen zu erziehen sowie mit den gleichen Regeln und Konsequenzen. Darüberhinaus lebst Du Deinen Kindern ein Vorbild vor, welches nicht perfekt ist, aber bestrebt, Stereotype abzulegen.

Beispiel

  • Wenn beispielsweise Dein Sohn oder Deine Tochter stricken lernen möchte, stell Dir Deine Reaktion dem anderen Geschlecht gegenüber vor. Entscheide Dich für Deine allgemein gültige Reaktion.
  • Du selbst magst Stricken langweilig finden. Wenn ein Kind es aber selbst machen möchte, klingt das doch großartig. Die Tätigkeit trainiert Feinmotorik, Geduld, Ausdauer und Kreativität. Zudem ist es nicht teuer und kann produktiv sein.

3) Kein Ego

Natürlich geht es Dir immer um das Wohl Deines Kindes, aber auch Eltern sind Menschen mit einem eigenen Selbstwert und der Stolz auf die eigenen Kinder prägen diesen. Es lohnt sich, ab und zu bewusst die Frage zu stellen, inwieweit etwas dem Kind hilft – in seinem Charakter, in seinen Fähigkeiten, in seinem Selbstwert und inwieweit eher Deinem Selbstwert.

Warum?

  • Kinder beziehen Feedback, das sie aus ihrer Umwelt erhalten, auf sich selbst und ihren Wert. Eltern müssen deswegen vermeiden, Kindern Feedback zu geben, dass eigentlich nur ihrem eigenen Selbstwert dient und nicht der Entwicklung des Kindes.

Beispiel

  • Kinder kommen auf einen Spielplatz zum Klettern, toben und Dreck machen. Spielerisch trainieren sie Muskeln, Beweglichkeit und Koordination und kommen zudem in Kontakt mit anderen Kindern. Wieso tragen viele Mädchen Kleidchen, mit welchem sie auf der Rutsche stecken bleiben und beim Klettern gestört sind? Geht es vielleicht eher um die Eltern und dass sie Kommentare darüber bekommen, wie süß doch das Töchterchen sei?
  • Wieso geben viele Vätern weinenden Jungen negatives Feedback, wo es doch sehr wichtig ist, zu lernen, mit den eigenen Gefühlen umzugehen. Geht es vielleicht weniger darum, den Kindern etwas beizubringen, als eher die eigene Stereotype-Männlichkeit zu demonstrieren?

4) Gib wohlwollendes, aber ehrliches Feedback

Selbst wenn es manchmal schwer fällt, ein Kind kurzfristig enttäuschen zu müssen, Wahrheit währt am längsten. Besonders, wenn Kinder nach Feedback fragen, sollte das natürlich wohlwollend, empathisch und motivierend sein, aber auch ehrlich.

Warum?

  • Ein gesunder Selbstwert beruht auf einem realistischen Selbstbild. Lob ist genauso wichtig wie konstruktive Kritik, womit Kinder lernen müssen umzugehen. Nur, wer eigene Schwächen erkennt, kann daran arbeiten.

Beispiel

  • “Das Haus hast Du sehr gut gezeichnet, aber das Flugzeug erkenne ich nicht. Wenn Du die Flügel breiter malst, wird das klarer.“
  • “Aber Du warst doch gar nicht der erste. Lenia war zuerst an der Tür”, oder „Du warst zwar zuerst an der Tür, aber wir haben gar kein Wettrennen gemacht“

5) Trainiere eine realistische Selbsteinschätzung

Frage Dein Kind ab und zu, was es glaubt zu schaffen. Vergleicht im Anschluss die Selbsteinschätzung mit den tatsächlichen Ergebnissen gemeinsam.

Warum?

  • Studien zeigen, dass Mädchen dazu neigen, ihre Leistung zu unterschätzen. Jungen tendieren hingegen zur Selbstüberschätzung. Beides hat negative Folgen. Kinder mit Minderwertigkeitskomplexen trauen sich nichts zu und probieren vieles gar nicht erst aus. In Folge lernen sie weniger und können am Ende tatsächlich weniger. Selbstüberschätzung hält Kinder davon ab, ihre Schwächen zu erkennen und daran zu arbeiten. Sie halten sich selbst davon ab, besser zu werden. Zudem begeben sie sich in eine Abhängigkeit, ihr Ego über ihre tatsächliche Kompetenz hinaus zu unterfüttern.

Beispiel

  • “Was glaubst Du, welchen Platz Du schaffst?” – “Du hast den zweiten und nicht den fünften Platz geschafft. Warum, glaubst Du, bist Du besser als gedacht?”

6) Finde Balance zwischen Gleichbehandlung und individueller Förderung

Während Werte gleichermaßen für jeden gelten, unterscheidet sich die ideale Förderung für ein Kind in dem Maße, wie jedes Kind einzigartig ist. Wissen über psychologische Effekte und statistische Mittel dienen Dir als Ankerwerte, um Dein Kind besser verstehen und einordnen zu können. Die Kunst ist, Dein erzieherisches Vorgehen an das ganz individuelle Entwicklungspotenzial Deines Kindes anzupassen. Der wichtigste Schritt ist sicher, dass beide Elternteile sehr viel Zeit mit dem Kind verbringen und es intensiv kennenlernen und über ihre Erfahrungen sprechen.

Warum?

  • Wenn unser Ziel die Gleichheit unter Kindern und allen Menschen ist, würde eine Gleichbehandlung aller nur dann zum Erfolg führen, wenn zur Zeit bereits alle gleich wären.

Beispiel

  • Wenn man ein sportliches und ein sehr dünnes Kind zur gleichen Leistung führen möchte, bräuchte das sehr dünne Kind mehr Training. Das sportliche Kind hat entweder eine bessere Veranlagung, oder erhielt bisher mehr Training. Vermutlich ist es eine Kombination aus beidem.
  • Wir wissen, dass Mädchen im Schnitt zu einem geringen Selbstwert neigen. Daher macht es bei mehr Mädchen als Jungen Sinn, sie bewusst anzuregen, ihre Erfolge mit ihrer eigenen Kompetenz in Zusammenhang zu bringen. Mit diesem Wissen mag es Dir leichter fallen, den Bedarf Deines Kindes einzuschätzen.
  • Auf Jungen liegt generell ein sehr hoher Konformitätsdruck. Beispielsweise dürfen sie laut gesellschaftlicher Norm nicht weinen. Als Folge haben mehr Jungen als Mädchen Probleme, mit ihren Gefühlen umzugehen.
  • Finde mehr Wissen zu Geschlechterstereotypen »

7) Lobe angepasstes Verhalten

Achte vor allem bei Mädchen darauf, angepasstes Verhalten zu loben und es nicht als selbstverständlich unbemerkt zu lassen. Generell stellt viel Lob als auch viele Tadel sicher, dass sich das Kind einzelne Tadel nicht zu sehr zu Herzen nimmt (Wenn Du Dich an dem Wort „Tadel“ störst, nennen wir es konstruktives Feedback zu besseren Alternativen zum Verhalten. Der relevante Punkt ist, dass bei Kindern, die selten Lob oder Tadel bekommen, der einzelne Tadel sehr negative Konsequenzen haben kann und das ist eher bei Mädchen der Fall, die tendenziell weniger Aufmerksamkeit erhalten).

Warum?

  • Weil Mädchen nach der Geburt neuronal reifer sind, verhalten sie sich im Mittel angepasster als Jungen. Wenn Eltern sich daran gewöhnen und das positive Verhalten als nichts Besonderes empfinden, loben sie Mädchen weniger. Unangepasstes Verhalten des Kindes fällt dann wiederum umso mehr auf und provoziert eine entsprechend starke negative Reaktion der Eltern. Das überdurchschnittlich positive Verhalten des Kindes trifft somit auf negativeres Feedback als es verdient.

8) Beziehe Dein Lob auf die Kompetenz des Kindes

Viel Lob ist wichtig, aber auch die Qualität des Lobes. Beziehe Dich in Deinem Lob auf die Kompetenz des Kindes und stelle eine Verbindung zwischen dem positiven Ergebnis und der Fähigkeit des Kindes her. Auch diese Regel gilt vor allem für Mädchen.

Warum?

  • Studien zeigen, dass Mädchen und Jungen zu einer unterschiedlichen Attribution von Erfolg und Misserfolg neigen. Mädchen glauben eher, Erfolg dank glücklicher Umstände gehabt zu haben, während Jungen ihre eigene Kompetenz als Ursache sehen. Bei Misserfolg hingegen vermuten Mädchen schnell eigene Fehler als Grund, während Jungen hier äußeren Umständen die Schuld geben.
  • Die angeborene Tendenz von Mädchen zur Selbstunterschätzung und von Jungen zur Selbstüberschätzung wird durch Erfahrung nicht korrigiert, sondern verstärkt.
  • Untersuchungen zeigen, dass Eltern den Effekt zusätzlich fördern, indem sie im Lob an Jungen einen Zusammenhang von Erfolg und Kompetenz herstellen („Toll, dass Du eine 1 geschafft hast. Du hast Mathe eben im Blut“) und bei Mädchen nicht („Toll, dass es eine 1 geworden ist“).

Beispiel

  • Sag statt “Das ist ein schönes Boot” eher “Das ist ein schönes Boot, Du kannst gut zeichnen”
  • “Du hast gewonnen, weil Du die Stärkste Deiner Gruppe bist”

9) Vermeide Dauerermahnung

Wenn ein Kind aufdreht und sich permanent daneben benimmt, ermahnt man es natürlich. Du solltest aber vorsichtig sein, dem unerwünschten Verhalten nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Denn die pure Aufmerksamkeit kann das gezeigte Verhalten aufwerten und somit das Gegenteil bewirken. Versuche besser, mit wenigen, effizienten Tadeln Dein Ziel zu erreichen. 

Warum?

  • Der Selbstwert ist abhängig von der Rückmeldung aus dem sozialen Umfeld und somit eng verbunden mit der Stellung, die man innerhalb einer Gruppe einnimmt.
  • Forscher haben festgestellt, dass wir genetisch dazu neigen, Aufmerksamkeit mit Ranghöhe zu koppeln.
  • Viele Tadel bedeuten viel Aufmerksamkeit und das führt unbeabsichtigt zu einer Aufwertung der Tätigkeit.

Beispiel

  • “Ich zähle jetzt bis 3. Wenn bis dahin keine Ruhe ist, gehen wir sofort nach Hause”
  • Wichtig ist natürlich dann auch die konsequente Umsetzung

10) Sei das Vorbild, das Du zeigen möchtest

Wenn Du ein selbstständiges Kind erziehen möchtest, sei selbstständig. Wenn Du ein ehrliches und empathisches Kind erziehen möchtest, sei ehrlich und empathisch – besonders Deinem Kind gegenüber. Biete ihr/ ihm bessere Alternativen, als sich an Stereotypen zu bedienen.

Warum?

  • Kinder sind Beobachtungsprofis und lernen viel am Modell, ganz besonders an Mama und Papa. Werden Aufgaben im Familienalltag partnerschaftlich geteilt? Bringen jeder jedem die gleiche Menge Respekt gegenüber? Dein Kind weiß es und baut sein Rollenverständnis entsprechend.

Beispiel

  • Kinder identifizieren sich besonders mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil. Wenn Mama Probleme selbstständig löst und Papa über Gefühle redet, vor allem wenn sich Mama und Papa gleichermaßen respektvoll behandeln, ist das die Welt, die Dein Kind kennt.

11) Biete ein breites Angebot

Kinder haben viele Bedürfnisse und Fähigkeiten, die es zu entdecken gilt. Wenn Du Dein Kind ermutigst, viele Tätigkeiten auszuprobieren, kann es selbst entdecken, was ihm Spaß macht und was leicht fällt. Zudem förderst Du die Offenheit gegenüber Neuem. Da eine stereotypische Vorauswahl in unserer Gesellschaft fest verankert ist, bedarf es gegebenenfalls bewusste Interventionen.

Warum?

  • Wahre Stärken und Interessen zu finden, ist ein großer Schritt zu einem gesunden Selbstwertgefühl. Zudem schult das eigene Ausprobieren die Identifizierung mit und Akzeptanz für Tätigkeiten und Gruppen, auch wenn man sie nicht für sich entdeckt.

Beispiel

  • abwechslungsreiches Spielzeug, Kleidung, Veranstaltungen
  • Ermutigung, Dinge auszuprobieren (zwanglos und ohne Wertung)
  • als Rollenmodell selbst neue Dinge ausprobieren
  • Etwas Neues auszuprobieren zu etwas Positivem machen “Toll, jetzt hast Du mal X gemacht. Wie war es?”

12) Erkläre Marketing

Erkläre Deinem Kind, dass Leute mit dem Verkauf von Produkten Geld verdienen und dass es ihr Anreiz ist, Produkte attraktiv für Kinder erscheinen zu lassen. Zeige ihr/ ihm zudem einen Weg auf, mit dem Wunsch nach einem Produkt umzugehen. Es macht beispielsweise Sinn darüber zu sprechen, was sie/ er mit dem Produkt zu Hause machen würde.

Warum?

  • Solange Eltern stereotypisierte Kinderprodukte kaufen, werden die Unternehmen sie herstellen. Nachfrage bestimmt das Angebot. Kinder entwickeln ihren Geschmack entsprechend ihrem Umfeld. Nur Eltern können den Kreislauf brechen.
  • Kinder identifizieren sich mit ihrem Geschlecht und allem, was sie glauben, dazu gehört. Sie verstehen nicht, dass die Produkte genau darauf abzielen und Stereotype sowohl nutzen, als auch weiter in Identifikation und Weltbild des Kindes verhelfen.

Beispiel

  • “Warum gefällt Dir das denn besser? Was machst Du denn damit, wenn wir zu Hause sind?”

Die ersten 6 Monate

  • Den letzten Tipp nennen wir lieber Anreiz. Die zugrundeliegende Studie ist interessant, aber auch schon recht alt und dementsprechend mit etwas Vorsicht zu genießen. Maccoby et al. 1984 stellten fest, dass Mädchen und Jungen in den ersten sechs Monaten unterschiedlich auf unterstützendes Verhalten reagieren. Jungen, die mehr Unterstützung erhielten, explorierten sechs Monate später selbstständig ihr Umfeld und gingen freundlich auf Fremde zu. Mädchen solle man hingegen eher zur Selbstständigkeit anregen, da zu viel Unterstützung bei ihnen eher zu einem scheuen Verhalten führte.

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– frei von Stereotypen –